Ida Gerhardi (1862- 1927), geboren in Hagen, war eine Malerin der Klassischen Moderne. Sie lebte und arbeitete von 1891-1913 in Paris und konzentrierte sich anfänglich auf stimmungsvolle Naturwiedergaben und Landschaftsmalereien.

In Paris gehörte sie zu den so genannten Malweibern und pflegte sehr viele Künstlerfreundschaften wie zum Beispiel mit Auguste Rodin, Käthe Kollwitz, Maria Slavona und Friedrich Ahlers- Hestermann. Im weiteren Verlauf malte Ida Gerghardi neben Porträts auch Stadtansichten und Stillleben. Sie nutzte eine helle Farbpalette mit Pastelltönen und klaren- leuchtenden Farben. Aus gesundheitlichen Gründen musste sie Paris verlassen und lebte fortan in Lüdenscheid.

Ida Gerhardi engagierte sich neben der Malerei auch für den deutsch-französischen Kulturaustausch. Heute gibt es den „Ida Gerhardi Förderpreis“, der für eine Ausstellung von jungen Künstlern in der Städtischen Galerie Lüdenscheid vergeben wird.

Das Ölgemälde "Stadtansicht Lüdenscheid mit Blick auf die Erlöserkirche" stammt aus der Spätphase von Gerhardis künstlerischem Schaffen. Die Künstlerin leibte diesen Ort und ist immer wieder zu diesem Motiv zurückgekehrt. Insgesamt sind 20 Variationen des Motivs bekannt. Das präsentierte Gemälde ist eine von den späten Umsetzungen aus den Jahren 1918-24.

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