A.R. Penck "Dani und die Kinder", 1984, Kaltnadelradierung auf BFK Rives Bütten. Bildmaße: 64,4 x 93,5 cm, gerahmt: 77 x 106 cm. Handsigniert u. nummeriert. Auflage 1/10.

Der Dresdner Maler, Grafiker und Bildhauer A.R. Penck zählte zu den bedeutendsten Gegenwartskünstlern Deutschlands und feierte in den 1980/90er jahren mit seinen Systembildern in ganz Europa Erfolge. Als Ralf Winkler geboren, wurde er vor allem unter dem Pseudonym A. R. Penck bekannt. Der selbst gewählte Künstlername setzte sich aus seinem eigenen und dem Namen des Eiszeitforschers und Geologen Albrecht Penck (1885-1945) zusammen und spiegelte Winklers Interesse an naturwissenschaftlichen Themen, das seiner Kunst die geistige Richtung gab.

Winkler verfolgte seine Idee von der Unmittelbarkeit und Klarheit von Form und Handschrift ohne überkommene Motivik. Seine Kunst sollte nicht Äußerliches darstellen, sondern vielmehr allgemeine Strukturen. So entstand in den 1960er Jahren seine einzigartige Formen- und Zeichensprache, bei der Strichmännchenfiguren immer wieder in ein System aus Chiffren, Hieroglyphen und Kürzel hineingesetzt werden. Nach der Übersiedelung in den Westen in 1980 fand Winkler frische Impulse: Seine Bildformate wurden größer und die Figuren- und Zeichensysteme komplexer. Mit der Buntheit des Westens erhielt auch die Farbe stärker Einzug in seine Bilder. Vor allem in fein komponierten Drucken entfaltet diese expressivere Farbigkeit dank grafischer Präzision große Wirkung. Weniger bekannt, jedoch genauso von einer präzisen Formsprache bestimmt sind Winklers Zeichnungen und  Radierungen wie die Arbeit "Dani und die Kinder".

Am 2. Mai 2017 verstarb Ralf Winkler nach langer Krankheit im Alter von 77 Jahren in Zürich.

 

 

 

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